Ein Hobby mit Freund statt Partner: Motorrad Touren durch das Land
Nicht immer gibt es in einer Partnerschaft – ob nun gerade begonnene Beziehung oder langjährige Ehe – genau die gleichen Interessen. Der Grund hierfür liegt einfach in den zwei verschiedenen Welten, in denen Mann und Frau aufgewachsen sind, bevor sie sich kennen- und lieben lernten. Schon das Geschlecht bringt unterschiedliche Interessen mit sich; noch weiter gehen aber die Spuren der Erziehung, des Freundeskreises, der finanziellen Möglichkeiten und anderer Dinge prägend in die Lebensgeschichte ein. Nur, weil plötzlich eine Partnerschaft im Leben stattfindet, muss man diese Interessen nicht verlieren oder an die des Lebenspartners anpassen. Oft finden diese Aktivitäten mit den Freunden zusammen statt, die man schon hatte, bevor die neue Liebe ins Leben kam. Diese Freundschaften muss man sich bewahren, auch wenn der Zeitaufwand wahrscheinlich etwas reduziert werden muss – der Partner fordert einen gewissen Anteil der Freizeit an jedem Tag einfach für sich ein. Ein Hobby, eine Leidenschaft, die zusammen mit Freunden ausgelebt wird, die der Partner aber nicht unbedingt teilen muss, ist das Motorradfahren. Schon, wenn der Partner sich bei www.carstart.de auf die Suche nach einem neuen Motorrad begibt, herrscht in der Beziehung schon Zwist. Dieser wird dann noch verstärkt, wenn – da der Lebensgefährte das Hobby ja nicht teilt – die Touren am Sonntagnachmittag mit den Freunden dem Leben zu zweit manchmal vorgezogen werden.
Neid auf die Zweisamkeit zwischen den Freunden
Bleibt der Partner zu Hause, wenn der Lebensgefährte oder die Lebensgefährtin einmal wieder Lederanzug und Motorradhelm gegen die Jogginghose und die Pantoffeln eintauscht, hat dies eventuell zwei Folgen. Entweder es besteht ein allgemeiner Neid, nicht an den gemeinsamen Aktivitäten des Partners und seiner Freunde teilnehmen zu können, oder es ist sogar Eifersucht im Spiel, weil der oder die Liebste mit seiner platonischen Liebe unterwegs ist. Die Antworten auf Fragen.Focus.de/Wissen zeigen den Grund für diese Eifersucht. Auch ohne das gemeinsame Hobby auf dem Bike verstehen sich der Mann und seine gute Freundin oder die Frau und ihr bester Freund sehr gut. Dann kommt noch dazu, dass man selbst – aus welchen Gründen auch immer – nicht am Vergnügen der beiden teilhaben kann. Im Restaurant sitzt man daneben – doch bei der Motorrad Tour durch halb Deutschland bleibt der Partner nun einmal völlig außen vor. Er erlebt nicht mit, was die beiden miteinander sprechen oder tun: Der Stachel der Eifersucht sitzt hier oft tief und kann auch so einfach nicht aus dem Herzen gezogen werden. Doch würde der Daheimgebliebene gegen Freund oder Motorrad intervenieren, würde dies dem Partner auch nicht gefallen: Streit ist auch dann vorprogrammiert.
Zu zweit Motorrad fahren kann sehr schön sein
In den sauren Apfel zu beißen, die Angst zu überwinden und selbst mitzufahren, kann – falls der Partner dies auch will – die Rettung sein. Eine Frau, die den Motorradführerschein hat, ist heute nichts Ungewöhnliches mehr; gleichfalls sind technisch versierte Damen keine Seltenheit. Sollte sich der Partner also nicht auserbeten haben, die Zeit für die Freundschaft absolut für sich alleine zu haben, kann der gemeinsame Weg in das Hobby als Beifahrer oder Selbstfahrer nach dem eigenen Aufraffen beginnen. Nach einiger Übung sind für den Neuling auch Fernreisen unter dem Stern des Motorrades (vergleiche dazu den Bericht auf www.spiegel.de) möglich – zusammen mit der besten Freundin vom Mann und deren Partner. Sollte der Partner diese Verknüpfung seiner Freundschaft und der Beziehung ohnehin nicht wollen, ist nur Vertrauen und Offenheit ein Schlüssel zum Erfolg. Bevor die Eifersucht den Partner auffrisst, muss die Durchsichtigkeit der platonischen Freundschaft auch zu andersgeschlechtlichen, alten Freunden für den „ausgeschlossenen“ Partner gegeben sein, sodass er sich ruhig zurücklehnen kann, auch wenn der Ehemann oder die Ehefrau mit anderen – oder „dem“ anderen“ – unterwegs sind. Trösten kann der Gedanke, dass die platonische Liebe zwar auf dem Rücksitz vom Motorrad Platz nehmen darf, man selbst aber der Sozius für das restliche Leben ist.